Ein Stein fällt ins Wasser … sich weitende Kreise entstehen … ein Impuls …
Seit vielen Jahren reiche ich Menschen die Hände.
Wir bilden einen Kreis, um gemeinsam zu tanzen, jedes Mal ein neuer Impuls …

Ich freue mich auf neue Begegnungen tanzend im Kreis.
Heidi Hafen

Aktuell

Noch steht in den Sternen welche Kurse in 2021 stattfinden dürfen.
Sobald sich die Massnahmen lockern suchen wir nach kreativen Lösungen,
damit die Seminare vielleicht auch im kleinen Rahmen (entsprechend der Verordnungen) stattfinden können.


Novalis schreibt: Die echte Geduld zeugt von großer Elastizität.

Elastizität – Spannkraft ist ja das, was wir beim Tanzen immer wieder
(fast unbemerkt) üben. Da fällt mir ein Text von Ulrich Schaffer ein:

Was unter Spannung steht, hat Kraft
Als Kind schnitt ich mit kleinen Händen einen Weidenstock, kerbte die
Enden des Stockes ein, befestigte eine Schnur an einem Ende

und bog ihn, bis er fast ein Halbkreis war, und befestigte dann am
andern Ende die Schnur, um die Spannung zu halten.
Fertig war der Flitzbogen.
Wenn ich es tat, erlebte ich unbewusst eines der großen Gesetze
unserer Welt: Was unter Spannung steht hat Kraft.
Jeder neu geschossene Pfeil faszinierte mich, weil er von dieser
geheimen Energie zeugte, die für mich wirkte. Je stärker die
Spannung, desto weiter flog der Pfeil. Manchmal brach

auch ein Bogen, weil die Spannung zu stark war. Es gab Grenzen.
Bis heute lebe ich mit dem Gesetz der Spannung.
Ich beobachte, ob die Pfeile meines Lebens fliegen,

ob sie ihr Ziel erreichen. Ob mein Leben Kraft hat.

Ich hoffe, dass ihr noch genug (Spann)Kraft habt euch in Geduld zu üben!


Tanztag
8. Mai 2021
Wetzikon CH
‚Noch nicht‘ und ‚Nicht mehr‘
reichen einander die Hände, um ‚Jetzt‘ zu sein

Eva Kolber-Saltzer

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Basiskurse 2021
in Vallendar D / Interlaken CH

mit Daniela Siegrist, Uschi Strobel und Barbara Utz

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Neues Angebot:
Tanzwochenende
25. – 27. Juni 2021
Vallendar D
…. ins zauberhaft Geahnte ….

Hermann Hesse

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Es ist Sommer 2030. 
Wir können uns wieder die Hände reichen und gemeinsam im Kreis tanzen!
Wie früher – oder haben wir uns verändert?   Ulla Röber schaut zurück: 

Ruf der Natur

Die vergangenen 10 Jahre waren geprägt von einer unglaublichen Dynamik. Alles Gewordene schien auf dem Prüfstand zu stehen. Jeder hat seinen kleinen oder großen Umbruch erlebt. Die Welt schien auf dem Kopf zu stehen. Ich hatte das Gefühl, Mutter Erde schüttelt sich um uns zu sagen, wacht endlich auf.

Alles begann mit einem Virus. Von jetzt auf gleich war nichts mehr wie vorher. Ein Angriff auf die Gesundheit oder ein Wachrütteln? Unser Immunsystem war gefordert. Ängste wurden geschürt, drangen an die Oberfläche und zeigten sich als Hilfeschreie, Sicherheitsmassnahmen, Abschirmungen, Aggressionen, Aufstände, Hilflosigkeit, Erstarren. Man stritt um die Wahrheit, die keiner kannte. Ab einem gewissen Zeitpunkt, war aber bei allen eine Erschöpfung zu spüren – ein Innehalten.        

HALT – STOPP, so nicht – um was geht es eigentlich.         

Die Besinnung kam beim Einen früher und beim Anderen später. Aber sie kam. Jeder Einzelne war gefordert nach Innen zu schauen, sich zu sich selbst auf den Weg zu machen. Sich seinem Schlimmsten zu stellen, seine Projektionen auf die Welt zu erkennen und mit einem klareren Blick auf sich, sein Gegenüber und die Welt zu schauen. Statt sich zu fragen, was will ich vom Leben, stand die Frage im Raum, was will die Welt von mir, von uns. Achtsamkeit, Ehrfurcht, Nachhaltigkeit, Respekt, Bescheidenheit, Rückbesinnung auf das Wahre, Gute und Schöne waren nicht mehr nur leere Worthülsen sondern wurden in ihrer wahren Bedeutung zur Überlebensnotwendigkeit.

Heute, 10 Jahre später, es ist Sommer 2030, sind wir ein gutes Stück weiter. Wir haben wieder gelernt und erkannt, dass wir dort wo wir leben unser schöpferisches Potential, intuitiv und kreativ zum Wohle aller einzubringen haben. Achtsamkeit ist allen und allem gegenüber zu einem Selbstverständnis geworden.  Unser grösstes Gegenüber, die Natur, dankt uns unser Umdenken mit Fülle und Schönheit, weil wir endlich wieder erkannt haben, dass wir ein Teil von ihr sind und nur gemeinsam unseren wunderbaren Planeten erhalten können.

Vor vielen Jahren sagte ein Freund: „Die Natur hält Ausschau nach Augen die sie sehen.“
Heute sind wir auf dem Weg, sie wieder zu erkennen, zu sehen und dieses wahre Sehen verändert alles. Alles ist möglich. Es liegt nur an uns oder viel mehr in uns.

                                                                                                         Ulla Röber, September 2020